Die Serie hält an

Eigentlich könnten wir vor uns selbst den Hut ziehen. Wer hätte erwartet, dass unsere Landesoberliga-Senioren ihr Ligaprogramm bisher so überzeugend abspulen. Aber nicht etwa, dass alles nur ein Kinderspiel wäre. Im Gegenteil. Unsere bisherigen Gegner aus Inden, Bachem und Rheinbach haben unser Stammpersonal mit Paul Czerwinski, Werner Blischke, Uli Hennemann, Helmut Netzer und Hubert Mörsch schon bis an die Grenzen gefordert. Aber wie schon am ersten Wettkampftag klappte auch auf dem top-renovierten Schießstand in Inden-Altdorf nahezu alles. Davon konnte sich auch unser Anhang Hans Pohl, Renate und Wolfgang Rivet im Zuschauerraum überzeugen.

So professionell wie die Wettkampfleitung die Starts der vier Mannschaften organisiert hatte, kam schon so etwas wie Bundesligaluft auf. Die Schützen wurden dem Publikum einzeln vorgestellt, die Zwischenergebnisse wurden über Lautsprecher bekannt gegeben und gleich über mehrere Bildschirme angezeigt, Musik begleitete die Aktiven während des Schießens im Hintergrund und auch das eine oder andere Beifallsklatschen war zu hören.

Zunächst standen wir den Schützenfreunden des KK-Vereins Hunstig gegenüber. Ein vermeintlich eher leichterer Gegner, gemessen an deren Vorergebnissen. Aber so ein Eindruck kann sich auch schnell als Irrtum erweisen. Das bekam Paul direkt zu spüren, der in der zweiten Serie gegen Helga Lausmann in Rückstand geriet, den er nicht mehr ausgleichen konnte (299:300). Bei Werner Blischke musste man sich weniger Sorgen machen, da er schnell gegen Gerhard Köhn in Führung ging. Auch er verteidigte seinen Vorsprung bis zum Schluss (300:298). Uli Hennemann hatte wohl das leichteste Los gezogen, da sein Gegenüber Peter Winands einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte und mit 288:300 Ringen unterging. Auch dem Hunstiger Gerhard Knapp erging es nicht besser. Seine 291 Ringe waren meilenweit entfernt vom 300er Ergebnis unseres Helmut Netzer. Nicht nur Hubert Mörsch war erfreut über seine 300 Ringe. Alle Teammitglieder applaudierten ihm, nach seinem unglücklichen Start eine Woche zuvor. Diesmal war sein Gegner Ralf Mattig mit seinen 293 Ringen der unglücklich Geschlagene.

Am frühen Nachmittag hatten wir mit den Sportschützen Rheinbach ein anderes Kaliber vor der Brust. „Pechvogel“ Paul musste nach ausgeglichenem Vorkampf (300:300) gegen Dietrich Schulz schon zum zweiten Mal ins Stechen. Und wieder brauchte es vier Schüsse zu einer Entscheidung. Schulz legte schnell mit einer 10,5 vor. Für die Zuschauer ewig lange wartete Paul mit seinem Schuss, aber es lohnte sich. Seine 10,7 waren für den weiteren Verlauf eminent wichtig. Walter Honerbach und Werner Blischke verließen mit je einem Minusring den Stand und mussten ebenso ins Stechen.  Sein 10:9 im zweiten Anlauf brachte den Mannschaftssieg der Brühler in greifbare Nähe. Diesen konnte Uli Hennemann diesmal noch nicht perfekt machen. Kurz vor einem möglichen Shoot-out leistete er sich eine zweite Neun und verlor deshalb sein Duell gegen Stephen Gasse mit 298:299. Helmut Netzer ließ hingegen gegen Ferdi Lohmüller keinerlei Zweifel an seiner Klasse aufkommen. 300 zu 295 Ringe bedeuteten gleichzeitig den Mannschaftssieg für die Siebziger. Und wiederum war es Hubert Mörsch, der mit voller Ringzahl gegen Dr. Patrick Goni unser Punktekonto noch ausbaute.

Weiter geht es nun am zweiten Januar-Sonntag in Köln-Stammheim.

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