
Man muss kein Prophet sein, aber wenn nichts Gravierendes mehr passiert, das heißt, wenn die beiden letzten noch ausstehenden Oberligakämpfe ebenso erfolgreich für den BSC 70 verlaufen wie die bisherigen, sollte einer Top-Platzierung und der Teilnahme an der Relegation zur Rheinlandliga nichts mehr im Wege stehen.
Beim Aufeinandertreffen der beiden Gruppenbesten, dem SSV Tüschenbroich und dem Brühler Schießklub ging es schon um eine Art Vorentscheidung, wer am Ende die besten Karten für einen sicheren Relegationsplatz in der Hand hält. Auf der Schießanlage der Sportschützen Köln-Stammheim war beim Eintreffen der Kontrahenten bereits viel Betrieb. Die Kölner hatten die Oberligakämpfe der Freihand- und der Aufgelegt Schützen auf diesen Tag zusammengelegt. Der Zuschauerraum war infolgedessen bereits fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Entsprechend laut war die Kulisse, welche die Aktiven an den Ständen tunlichst ausblenden mussten. Während der 15-minütigen Probezeit stellte der „Stadionsprecher“ Reiner Lützkirchen die Wettkämpfer einzeln vor und gab dann das Startzeichen für die dreißigminütige Wettkampfphase. Glücklicherweise hatte unser Paul Czerwinski in letzter Minute sein Kommen zugesichert, weshalb wir gegen die leicht geschwächten Tüschenbroicher mit voller Kapelle antreten konnten. Wie würde sich die seit dem letzten Wettkampf veränderte Startaufstellung mit Paul auf eins, Werner Blischke auf zwei und Helmut Netzer auf drei auf den Ausgang des Wettkampfs auswirken?
Die Antwort gaben die drei dann selbst. Denn aufgrund der Ausgeglichenheit des gesamten Brühler Teams bogen wir schon frühzeitig auf die Siegerstraße ein. Zwar gab Paul mit 299 Ringen seinen Punkt an Ulrich Pelzer (300) ab, aber unser Schnellschütze Werner hatte wieder einen gelungenen Tag. Er legte innerhalb von elf Minuten 300 Ringe vor, zog aber trotzdem wieder einmal mit Friedbert Mäurer ins anschließende Stechen ein, das er mit dem vierten Schuss für sich entschied. Helmut Netzer mit 300 gegen Hubert Lenoir (296) machte es weniger spannend und auch Uli Hennemann brachte seine 299 Ringe gegen Ingrid Bronneberg über die Runden. Zu guter Letzt setzte Hubert Mörsch die vierte Kirsche auf die Gewinnertorte und sorgte so für den 4:1 Endstand.
Auf das Finale am kommenden Sonntag in Brühl darf man sich freuen.
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