
Aber ganz ohne ein Fünkchen Wehmut. Vor 20 Jahren war das Schießen auf Zuganlagen noch gang und gäbe. Ein wenig in diese Zeit zurückversetzt fühlten wir uns schon, als wir den KK-Stand unserer Schützenfreunde aus Niederpleis vor dem fälligen Landesligawettkampf in Augenschein nahmen. Uns stand ein Wettkampf bevor, bei dem wir unsere gängigen Schießgewohnheiten über Bord werfen konnten. Auf der 50m-Zuganlage musste der Schießrhytmus geändert und die Papierscheiben von Hand in die Scheibenträger eingefügt werden (Wolfgang kann ein Lied davon singen). Zur Trefferkontrolle war es nötig, die Scheibe nach jedem Schuss zurück und wieder nach vorne zu fahren. So war das damals. Und gerade deshalb hat das Schießen trotzdem auch heute noch seinen Reiz. Die Frage war aber: Würde uns diese Umstellung in irgendeiner Weise beeinflussen?
Schon nach der ersten Lage wurde deutlich, dass wir Brühler uns keineswegs von diesem „Scheibenschießen“ beeindrucken ließen. Ulrich Hennemann und Hubert Mörsch schossen bereits einen deutlichen Vorsprung heraus. Und mit dem Ergebnis von Werner Blischke war uns schon frühzeitig der Sieg nicht mehr zu nehmen.
Die Resultate im Einzelnen:
Paarung 1: Johann Seuren 289 Ringe : Werner Blischke 297 Ringe
Paarung 2: Volker Wagner 289 Ringe : Ulrich Hennemann 291 Ringe
Paarung 3: Heinz Zinzius 286 Ringe : Hubert Mörsch 290 Ringe
Endergebnis 0 : 6 Einzel- und 0 : 2 Mannschaftspunkte für Brühl
Außerdem: Markus Gather 279 Ringe : Oliver Meyer 288 Ringe
Wolfgang Rivet, diesmal ohne direkten Gegner, erzielte 286 Ringe
Der Wettkampf gegen die St. Antonius Schützen aus Niederpleis war für uns ein unerwartetes, aber auch schönes Erlebnis. In nicht allzu ferner Zeit wird das Schießen auf Papierscheiben dort wohl auch von moderner Elektronik abgelöst werden.
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