Wir sind am Ziel!

Natürlich hatten wir uns vorgenommen, nach der genialen Ligarunde unsere tollen Ergebnisse auch in der Relegation zu bestätigen. Der Kräftevergleich der besten sechs Mannschaften aus den Gebieten Nord, Mitte und Süd und dem Vorletzten der Rheinlandligarunde aus 2025 bestand aus zwei 30-er Serien. Die Summe aus beiden Serien sollte über Jubel oder Frust entscheiden.  Klar, es gab keinen direkten Gegner. Da die Qualifikanten jedoch nahezu von gleich hoher Qualität waren, durften wir uns keinerlei Schwächen erlauben, wollten wir zu den ersten beiden Teams gehören, für die die Aufstiegsplätze in die Rheinlandliga reserviert waren. Die Schießanlage in Pier war wie schon in 2025 der Austragungsort für die Entscheidungswettkämpfe.  Nach und nach füllte sich der Aufenthaltsraum mit dem Anhang und den Aktiven der Konkurrenzvereine. Würden wir uns unseren großen Wunsch erfüllen können? Die nächsten Stunden sollten es zeigen.

Bereits in der ersten Lage um 10:30 Uhr mussten Werner Blischke, Paul Czerwinski, Uli Hennemann, Hubert Mörsch und Helmut Netzer an den Start. Für die fünf galt es, sich ein Polster zu schaffen für die zweite Runde am Nachmittag. Aber zum Ausruhen sollte der erkämpfte knappe Vorsprung von einem Ring (1496 Ringe) nicht genügen, blieben der SSV Tüschenbroich (1495) und der BSV-Friedrichsfeld (1494) uns Brühlern denkbar dicht auf den Fersen. Die SSGem. Emmerich-Rees folgte mit 1491 Ringen in Sichtweite. Der SV Tell Hundsangen (1488), der BSC Adenau (1486) und die Sportschützen aus Merkstein (1485) hatten schon deutlich an Boden verloren. Paul und Hubert mit jeweils 300 Ringen waren diesmal die Garanten für den minimalen Vorsprung. 299 Ringe schafften Helmut und Werner. Die 298 Ringe von Uli waren noch in Ordnung.

In Runde zwei erlebten wir ein Kuriosum, das so nicht alle Tage passiert. Hatten die ersten fünf Teams vom Vormittag sich etwa auf einen Gleichstand geeinigt? Oder schien die Schwelle von 1493 Ringen nach dem anstrengenden „Warmschießen“ kurze Zeit zuvor zu hoch zu sein? Jetzt zeigte sich, wie wertvoll das geringe Plus von einem Ring vom Morgen war. Er entschied das Aufstiegsrennen – zugunsten des Brühler Schießklubs von 1970 und auf Platz zwei für die Schützenfreunde aus Tüschenbroich. Diesmal war Helmut mit 300 Ringen unser Bester, dicht gefolgt von Werner, Paul und Uli mit jeweils 299 Ringen. Trotz Huberts 296 Ringen gelang es uns, die Spitzenposition zu bestätigen. Das bisschen zusätzliche Spannung schadete nicht. Unsere mitgereisten „Fans“ Renate, Isabel, Oliver und Wolfgang und die Daumendrücker aus Stammheim mussten zwar einige Male durchatmen, aber umso begeisterter waren wir alle, dass am Ende mal wieder alles „joot jejangen“ war. Zwar tragen immer die fünf Einzelschützen am Stand zum Erfolg bei, rückblickend aber ist die Mannschaft der Gewinner. Jeder tritt für den anderen ein. Ein besonderes Qualitätsmerkmal für die erste Brühler Aufgelegt-Mannschaft.

Der BSC Adenau bleibt somit in der Landesoberliga, wie auch Friedrichsfeld, Emmerich-Rees und Hundsangen. Diesen werden sich in der neuen Saison als Absteiger die Sportschützen Merkstein hinzugesellen.

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Foto(s): Brühler SC 70 e.V.