
Zu einem Freundschaftswettkampf trafen sich die Luftgewehr-Aufgelegt Schützen des SV Tell Hundsangen und des BSC 70 auf dem Schießstand in Brühl. Für die Brühler sollte es die Vorbereitung sein auf die ersten Ligakämpfe Anfang Dezember. Diese hatten die Hundsanger in der Landesoberliga des Gebiets Süd bereits absolviert. Und das mit sehr respektablen Ergebnissen. Die Brühler wussten also, dass sie es mit einem sehr starken Gegner zu tun bekommen würden. Und so wundert es auch nicht, dass beide Mannschaften die erste Wertungsserie mit einem hart umkämpften Unentschieden 2:2 abschlossen. Das absolute Highlight war das Duell auf Position eins zwischen Helmut Netzer und Martin Beinstein. Keiner der beiden leistete sich einen Patzer, so dass es ins Stechen ging. Erst mit dem vierten Schuss konnte Helmut die Sache für sich entscheiden und damit einen wichtigen Einzelzähler für die stark ersatzgeschwächten Brühler einfahren. Den zweiten Brühler Punkt erarbeitete sich Norbert Zimmermann (298) gegen Hartwig Jung (297). In den weiteren zwei Duellen gab es für den BSC nichts zu gewinnen. Zweimal 300 Ringen durch Markus Theis und Michael Koch hatten die Hausherren mit je 299 durch Uli Hennemann und Oliver Meyer nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Außer Konkurrenz kam Renate Rivet, Mitglied der zweiten Ligamannschaft, auf bemerkenswerte 298 Ringe.
Neben dem sportlichen Wettbewerb stand auch das gegenseitige Kennenlernen im Fokus. Und wie kann dies besser gelingen als bei einem gemeinsamen Mittagssnack und informativen und unterhaltsamen Gesprächen in der Wettkampfpause.
In Runde zwei standen sich die zu Beginn gesetzten Duellanten erneut gegenüber. Für Norbert Zimmermann wechselte jetzt Renat Rivet auf Position vier und Frank Herrmann übernahm ihren Part als Schütze ohne direkten Gegner. Offenbar hatte Martin Beinstein die Anfangsniederlage gegen Helmut doch so sehr gewurmt, dass er noch eine Schippe drauflegte. War es erst Helmut, der mit 321,7 Ringen ein Sensationsergebnis erzielt hatte – wobei die Zehntelwertung in der Liga quasi keine Rolle spielt – tat es ihm der Hundsanger Führungsschütze jetzt gleich. Auch seine großartigen 320 Ringe verdienen es, hier besonders erwähnt zu werden. Dass sich dabei keiner im Wettkampf eine Neun leistete, versteht sich von selbst. Und so musste erneut das Stechen entscheiden. Diesmal war das Glück auf Martins Seite. Wieder entschied der vierte Stechschuss, diesmal mit dem besseren Ende für Martin. Einen Punktetausch gab es auch auf den Positionen zwei und drei. Uli Hennemann kam diesmal ohne Neun durch seinen Wettkampf und so gewann er diesmal gegen Markus Theis mit 300:299 Ringen. Das gleiche Kunststück gelang Oliver Meyer, der Michael Koch mit 298:297 das Nachsehen gab. Ebenso knapp machte es auch Renate Rivet. Sie schlug Hartwig Jung mit 296:295. Auch hier soll unser Frank Herrmann nicht vergessen werden, der außer Konkurrenz als Mitglied der dritten Brühler Ligagarde mit seinen 298 Ringen eine tolle Visitenkarte abgab.
Nach Abschluss des Leistungsvergleichs betonten beide Mannschaftsführer noch einmal den Wert solcher verschärfter Trainingsmaßnahmen. Eine Erinnerungsurkunde an den Wettkampf in Brühl, die Hans Pohl eigens angefertigt hatte, findet hoffentlich Platz im Hundsanger Schützenhaus. Der Rückkampf im Frühjahr im Westerwald wurde vereinbart.



